Für den Stadtrat (bisher) und den Gemeinderat

Auch im 2010 kandidiere ich wiederum für den Stadt- und Gemeinderat in der Stadt Thun. Dieses Jahr erstmals als bisheriger Stadtrat. Ich danke Ihnen für alle Unterstützung.

4 x auf Ihre Listen:
2 x als Stadtrat (Liste 5) bisher
2 x als Gemeinderat (Liste 6)

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Interview mit dem TT

Warum soll das Volk gerade Sie wählen, was qualifiziert Sie für dieses Amt?
Nebst Fachwissen und Führungserfahrung bringe ich als Kandidat auch Kreativität und Innovationskraft mit, was der Stadt Thun in meinen Augen dringend fehlt. Zudem bin ich unabhängig – also keiner Organisation, keinem Verband usw. verpflichtet, was in der Politik leider immer weniger der Fall ist. Lobbyisten haben längst die Überhand gewonnen.

Wofür würden Sie sich nach Ihrer Wahl in den Gemeinderat zuerst einsetzen?
Dass sich Thun als wunderbarer Ort mit seinen Stärken noch besser "vermarktet" und zwar nicht im "Otto's-Warenposten-Stil" (ein bisschen von allem) sondern gezielt und nutzbringend.

Wo würden Sie investieren?
Aufgrund der angespannten Finanzlage würde ich versuchen, gezielte, intelligente Investitionen zu tätigen. Damit meine ich solche, die irgendwann mal auch einen Ertrag bringen "könnten". Das beinahe vollständige Einstellen von Investitionen erachte ich als gefährlich, es riecht sehr bald nach "der Patient ist gestorben".

Wo würden Sie den Sparstift ansetzen?
Durch den Schwerpunkt auf "Vermarktung der Stärken" fallen einige Projekte (nice to have) in den Hintergrund, andere drängen sich dann eben auf. Weiter würde ich gewisse Dinge (Kunsteisbahn usw.) überregional zu realisieren versuchen. Ich mache mir aber nichts vor, Einsparungen zu machen ist eine ganz schwierige Aufgabe (politisch), wie es sich in den letzten Jahren mehrfach zeigte.

Wie führen Sie Ihren Wahlkampf?
Meine Homepage (www.jonasbaumann.ch) und Facebook sind gute Hilfsmittel. Wo ich gefragt werde, zeige ich meine politischen Absichten. Sicher aber werde ich wie bisher nicht gross Geld für den Wahlkampf investieren und meine Unabhängigkeit bewahren. Ich hoffe, dass das Volk diese "etwas kämpferische Haltung" gegen die zunehmende Regel: "Geld bestimmt Politik" auch belohnt.

Woran krankt die Politik in Thun?
Ein Mangel an Innovation und Kreativität. Es ist dringend nötig über den bisher bekannten Rahmen hinauszudenken und mutiger zu werden.

Welches Buch würden Sie zur Lektüre empfehlen?
Lese im Moment gerade "Die Hütte" von William Paul Young. Auch ich bin der Überzeugung, dass es uns Menschen gut tut, nebst den so wichtigen sozialen Beziehungen auch eine Beziehung zu Gott zu suchen. Damit meine ich nicht Religion, denn die Ausdrucksform steht dabei weniger im Zentrum und ist individuell. Sicher aber ist der Glaube an Gott in mancher Hinsicht auch eine Hilfe die Relationen immer wieder zu sehen und dem Machbarkeitswahn nicht endlos zu verfallen.

Was bringt Sie zum Jubeln?
Meine Familie, der FC Thun, gelungene Projekte, guter Wein usw.

Wer ist für Sie Thunerin oder Thuner des Jahres 2010 und warum?
Halte nicht viel vom Personenkult des 21. Jahrhunderts. So viele Menschen leisten unglaubliches, in unterschiedlichsten Situationen, manchmal mit enorm bescheidenen Möglichkeiten. Als Psychotherapeut darf ich da manchmal sehr eindrückliche Dinge erleben. Diese Menschen sind für mich die wahren "Helden". Oder Mütter, die mit enormem Engagement ihre Kinder gross ziehen, ohne Entschädigungen und Ruhm und Ehre. Leider sind immer noch nur 8% der Männer aktive Familienmänner mit Teilzeitarbeit.

Welche Thunerin oder welchen Thuner möchten Sie auf den Mond schiessen und warum?
Kann nicht mitbieten, erachte es als schädlich, den Mond auch noch mit Menschen zu "bewohnen". Für mich darf jeder und jede seine Meinung äussern und einbringen, solange ich auch sagen darf, was ich denke.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Da ich viele Träume habe, versuche ich immer wieder einige davon umzusetzen. Im Moment bin ich ganz aktiv dran, sicher hört man bald davon.

Schlussfrage: Sie setzen sich explizit für "die Schwächsten" ein. Welche Gruppe braucht in Thun Ihre Unterstützung am Dringendsten?Die Schere zwischen arm und reich geht immer mehr auf. Immer weniger Menschen besitzen immer mehr. Das beschäftigt mich sehr. Aus Studien weiss ich, dass der "Ausbruch/Ausstieg aus einer armen Sozialschicht" über Generationen enorm erschwert ist. Die Solidarität mit diesen Menschen, überhaupt mit "Randgruppen" begleitet mich seit jeher. Für diese Menschen will ich mich auch politisch einsetzen, denn wer Geld hat, der hat seine Stimme sowieso, in der Politik sogar garantiert!!

 

 
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