Rückblick Stadtrat

Total 25'934 Stimmen vermochten die 26 Kandidierenden der EVP zu sammeln. Mit 6,42 Prozent Wähleranteil eine Steigerung um 1,12 Prozent gegenüber 02. Trotzdem hat es nicht für den 3. angestrebten Sitz gereicht. Zudem kam es zu einer Überraschung, Christoph Scheidegger übernahm neu den Sitz von Jürg Dällenbach, der damit in noch jungem Alter zum Alt-Stadtrat wurde.

Persönlich hätte ich mit einer Wahl gerechnet. Mit 1154 Stimmen kam ich aber mit 167 Stimmen hinter Jürg Dällenbach auf dem 4. Platz zu liegen. Meine Fremdstimmen kamen primär von der SP, der GFL und der EDU, nebst den Stimmen der Listen "ohne Bezeichung". Es scheint, als ob ich für die 4. Plätze eine Präferenz hätte.

Herzlichen Dank für Ihre Stimme, nächstes Mal also bitte kein 4. Platz mehr :-)

 

Rückblick Gemeinderat

Die Fraktion der Mitte FdM (EVP und CVP), leider erneut ohne EDU, konnte in den Wahlen für den Gemeinderat 3940 Stimmen ergattern. Konrad Hädener, Christoph Scheidegger und ich erarbeiteten einen Wähleranteil von 7.65 Prozent. Stimmen von unveränderten Wahlzetteln gab es 876, Konrad Hädener konnte als bekannter Stadtrat aber deutlich mehr Stimmen – nämlich 681 gegen 305 meinerseits – von veränderten Wahlzetteln und Wahlzetteln ohne Bezeichnung auf sich vereinen.

 

Interview zu den Gemeinderatswahlen 2006

Die Fragen für den Güggu stellte Robert Hari

Welche Sehenswürdigkeit/Einrichtung in Thun würdest du einem auswärtigen Besucher unbedingt zeigen, warum?
Meistens zeige ich meinen Gästen die Innenstadt und dann landen wir in einem „Beizli“ beim Mühleplatz. Das Baden mitten in der Stadt, im Schwäbisbad, ist auch eine Attraktion. Die südländisch geprägte Atmosphäre des auch für Gäste schnell übersichtlichen Thuns, der See und das wunderbaren Panorama begeistern so, dass unser Gästezimmer schon bald ausgebucht ist. Alle unsere Gäste kamen wieder, hoffentlich ist das, jedenfalls für uns, nicht nur der wunderschönen Stadt zuzuschreiben.

 
Welche politische Vision/Ziele für die Stadt Thun hast du?
Meine Vision für Thun lässt sich mit den Begriffen Mut, Innovation und Selbstvertrauen umschreiben. Ich leide an der aktuellen, komischen Zurückhaltung, die spür- und sichtbar ist. Zu einer Stadt wie Thun gehören ganz klar ein ausgebauter Schadausaal und ein unseren Verhältnissen angepasste, schlaue Stadionlösung. Zudem muss es weiter unser kraftvolles Bestreben sein, die Verkehrsprobleme zu lösen und Thun als Wirtschafts- sowie Tourismusstandort besser ins Gespräch zu bringen. Gebiete wie das Grabengut, aber auch die obere Hauptgasse, und bald das Selveareal sollten attraktiver werden.

Mit welchen Massnahmen willst du die verwirklichen?
Wir müssen dringend wieder mit mehr Selbstvertrauen und Mut an die Aufgaben herangehen und uns nicht vor innovativen, vielleicht noch nie dagewesenen Lösungen fürchten. Mir jedenfalls ist die Vorreiterrolle lieber als ein ständiges Hinterherhinken! Mit Herz, Engagement und Cleverness hoffe ich die Menschen in Thun für eine soziale, solidarische und darum kräftige Stadt mit Zukunft begeistern zu können.

Was ich schon immer einmal öffentlich loswerden wollte:
Ich möchte all denen ein grosses Dankeschön aussprechen, die…
…noch Lehrlinge ausbilden - …wenn möglich mit dem Velo oder den öffentli- chen Verkehrsmitteln in die Stadt fahren - …nicht einfach von vorherein „NEIN“ sagen - …anstatt nur zu sparen auch investieren - …gutes Tun und positives Reden - …nicht nur über die Steuern fluchen - …Schwächere mittragen - …nicht unvernünftig Bürokratie betreiben und damit fördern - …Kinder aufziehen - …Ausländer integrieren - …Gastfreundschaft pflegen - …echte Werte leben - …Kopf und Herz einsetzen - …für unsere Stadt beten - …usw.

 

Mehr Zuversicht und Bewegung für Thun

Die Fraktion der Mitte nominiert für die Thuner Gemeinderatswahlen
Mit Jonas Baumann-Fuchs (EVP) und Konrad Hädener (CVP) stellt die Fraktion der Mitte ihre beiden Hauptkandidaten für die Gemeinderatswahlen vom November vor. Ergänzt wird die gemeinsame Liste der Fraktion der Mitte (EVP + CVP) durch die Kandidatur von Christoph Scheidegger (EVP).

„Unsere konstruktive, lösungsorientierte Politik wollen wir nun auch in den Gemeinderat ein- bringen“, so Rolf Gäumann, Wahlleiter der Fraktion der Mitte. Nachdem es in den vergangenen Jahren gelegentlich fast zum Gemeinderat gereicht hat, soll es dieses Jahr nun klappen. „Unsere Fraktion ist auch im Stadtrat bestrebt, einen Sitz zuzulegen“, so Gäumann.

Jonas Baumann-Fuchs (31) ist verheiratet und arbeitet seit mehreren Jahren im Vorstand der EVP Thun mit. Er kandidierte schon zweimal erfolgreich für den Grossrat und machte je einmal bei den Nationalrats-, Stadt- und Gemeinderatswahlen in Thun mit. Als Mitglied der Fraktion der Mitte und auch aus der Beratung der Stadtratsgeschäfte im EVP-Vorstand kennt der in Thun geborene Psychologe und Lehrer die politischen Themen der Stadt bestens. Als Gemein- derat will er alles daran setzen, dieser Stadt und den Menschen die hier wohnen, den Mut, das Selbstbewusstsein und die Identität weiter zu stärken. Konkret heisst das zum Beispiel, dass Thun seine Ziele im Bereich Kongresstourismus und Sportstadt beharrlich verfolgen soll. Beruflich ist Baumann- Fuchs stellvertretender Leiter des Motivationssemesters move – ein Programm für rund 50 lehrstellenlose Jugendliche – sowie Gründer und Leiter der Dienst- leistungsorganisation MOSAICSTONES, wo wertorientierte Medien und Projekte entstehen.

Auch Konrad Hädener (46), Mitglied des Thuner Stadtrats und aktuell Präsident der Fraktion der Mitte sowie der stadträtlichen Kontroll- und Planungskommission, ist dieses Jahr schon als Regierungsratskandidat in Erscheinung getreten. Der promovierte Chemiker hat eine 10jährige Laufbahn in einem international tätigen Wirtschaftsprüfungs- und -beratungsunternehmen in leitender Stellung sowie als Geschäftsführer von technischen Verbänden im europäischen Umfeld hinter sich. Seit 2001 hat er die strategische und operative Führung des Thuner Software-Unternehmens Nexplore AG inne und baut derzeit die IT-Beratungsfirma Zenis mit Sitz in Thun aus. Er ist verheiratet und hat zwei schulpflichtige Kinder im Alter von 14 und 16. Als zukünftiger Gemeinderat wünscht sich Hädener mehr Bewegung in Thun – mehr Bewegung in Projekten der Stadtentwicklung sowie der wirtschaftlichen Entwicklung von Thun und seiner Region. Als Präsident der Leichtathletikvereinigung Thun ist ihm schliesslich auch die körperliche Bewegung im Breiten- und Schulsport ein grosses Anliegen.

Christoph Scheidegger (36), verheiratet und Vater eines Sohnes, ebenfalls Vorstandsmitglied der EVP Thun, kandidierte dieses Jahr zum ersten Mal für ein politisches Amt und zwar in den Grossratswahlen. „Mein Interesse an der Politik und der Stadt Thun ist sehr gross“, meint der Lehrer und Heimleiter des Internats Weissenburg-Berg, Jugendheim Sternen. Der aus der Sendung „Eiger, Mönch und Meier“ bekannte und erfolgreiche Mitspieler will sich vor allem für eine Stadt einsetzen, die sich im Bereich der Bildung und Förderung der Kinder und Jugendlichen engagiert und auch neue, gewagte Wege geht. In diesem Zusammenhang ist ihm die Chancengleichheit aller Jugendlichen bei der Schul- und Lehrlingsausbildung wichtig. Konkret sollen neue, vielschichtige und den heutigen Bedürfnissen angepasste Schul- und Anschlussmodelle geschaffen werden.

 
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